Seit wir auf den Philippinen sind, seit über sechs Monaten nun schon sehnt sich mein Mitbewohner sehnsüchtig nach einer Muschi. Und nun hat er sie endlich. Wahlweise hätte es auch ein junger Pudel sein können. Aber das Schicksal wollte es anders. Und spülte uns praktisch vor unsere Haustür ein rund sieben Tage altes, wehleidig aufheulendes Kätzchen an.
Das kleine Ding heult jedoch nicht nur auf der Straße, sondern seit ein paar Tagen auch Haus und Büro die Ohren voll. Verwahrt in einer mit Tüchern ausgestatteten Pappbox tut das Kätzchen zwar die meiste Zeit das, was ich gerade so noch tolerieren kann: Schlafen. Doch Schreien ist direkt seine Zweitlieblingsbeschäftigung. Dicht gefolgt von lauter und höher kreischen und dem Kratzen an der Box. Und Nachtruhe kennt das Wesen auch nicht. Ich dachte immer, ich sei kinderlieb. Aber das, was davor ist? Unter diesen Umständen möchte ich keine Kinder. Kann man die Babyphase nicht irgendwie überspringen?
Wie dem auch sei, Lasse hat die Nerven. Eigentlich ist das Ding zu jung für eine Trennung von der Mutter, doch Herr Ziehvater macht sich gut. Er recherchierte und kümmerte sich trotz der skeptischen Forengemeinschaft liebevoll, kaufte sogar ein Fläschchen und spezielles Milchpulver. Mittlerweile hat das Kätzchen beide Augen geöffnet und man darf/ muss langsam mit dem Überleben des Findlings rechnen. Lasse erwähnte gestern Abend bereits, man müsse sich nun mal einen Namen ausdenken. Vielleicht gibt es ja ein poetry-rock-blog-Leser mit guten Ideen. Ein paar Fotos gibt es zur Anregung frei Haus.
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