Freitag, 23. Januar 2009

Gimme the Night Fever, Night Fever...

Und mal wieder stehen wir vor einem dieser 52 Wochenenden im Jahr, die ganz im Zeichen der Diskotheken stehen. Sie sind sicherlich eines der umsatzförderlichsten Einrichtungen für junge Heranwachsende. Sie trotzten dem Verbot von Alkopops und Flatrate-Partys, das Raucherschutzgesetz verpuffte schadensfrei und sogar der Finanzkrise wurde kühl ins Gesicht gelächelt: "Du kommscht hier net rein."

Doch einen Kritikpunkt gibt es an diesen blitzelnden und funkelnden Hochburgen der Ethanol- und Schweißcocktails. Ich rede hier nicht von verfettetem und angebranntem Essen oder ameisenkolonialem Gewusel; das lässt sich bei entsprechenden Vorkehrungen problemlos überstehen. Vielmehr betrifft meine Beschwerde die sogenannte "Musik" in den "Houses". Oder noch mehr die Lautstärke. Wie soll man denn dabei vernünftig miteinander kommunizieren geschweige denn in aller Besinnlichkeit sich einen hinter die Binde gießen? Unmöglich! Doch die Lösung folgt auf dem Fuße: Silent Disco. Das hat uns noch gefehlt, das hat die Welt noch nicht gesehen. Endlich ist gewiss: Wir werden von Kummer und Leid erlöset werden. Denn die Neuheit bringt den Fortschritt.

Silent Disco bedeutet nichts anderes als: Wir setzen uns alle überdimensionale Kopfhörer auf und hören über jene die begehrten Takte, nach Wunsch sogar in unterschiedlichen Kanälen. Dann sehen wir zwar alle schön blöd aus, aber erfreuen uns gerade deshalb unserer Seelen. Und wenn wir uns den Hörer dann absetzen, dann ist es endlich besinnlich ruhig... zumindest solange man das Gekreische, Gejaule und Mitgegröle souverän übergeht.


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