Samstag, 21. August 2010

Dorfsehnsucht

"Dörfler bleibt Dörfler." Fast ein Jahr war es zumindest ein philippinisches Örtchen. Aber die deutsche Heimat ruft verlockend. Zu diesem Anlass erinnere ich mich an ein Highlight aus dem letzten Jahr, mein Bewerbungsvideo für Samy Deluxes Deutschlandreise.

Freitag, 13. August 2010

Sommerloch

Da ist es also, dieses Jahr sogar so groß wie nie. Sommerloch. Es passiert absolut nichts mehr. Okay, die schwarze Todesbrühe vom Golf von Mexiko treibt weiter sein Unwesen im Herzen unseres Planeten, aber davon will keiner mehr was hören, zumindest dort ist das Loch ja gestopft. Ansonsten? Die Regierung bleibt bis auf Ausnahme eines einzelnen Brüderles friedlich und ruhig, was man aber nach den Querelen in den letzten beiden Jahreshälften als gottgegebes Geschenk betrachten muss. Duisburgs Bürgermeister bleibt im Amt. Um AKW-Laufzeiten, Stuttgart 21 und Street View wird weiterhin ergebnislos herum geschwafelt, bis die protestierenden Massen endlich eingeschlafen sind. Und selbst der poetry-rock-Blog blieb in den letzten Tagen ungewöhnlich ruhig.

Was soll ich auch schon sagen? Mein eines Jahr Philippinen neigt sich jeden Tag schneller dem Ende. Man sagt hie und da Tschüß und Danke, erzählt, wie toll man alles fand und ist gleichzeitig mit den Gedanken schon wieder in Deutschland, ist wieder drin in den Zukunftsplänen, von denen man ein Jahr Abstand nehmen konnte. Wie das konkret aussieht? Ein Beispiel: Mein erster Zunkunftsplan ist zum Fußballtraining meines Heimatvereins zu gehen. Was danach kommt? Mal sehen. Aber dieser Gedanke bestimmt schon einmal die letzten Wochen meinen Philippinen-Aufenthalts.

Mittwoch, 11. August 2010

lITsChI

Selbst nach 11 Monaten in der Ferne gibt es immer noch Überraschungen. So fand ich zufällig heraus, dass die komischen sehr weichstacheligen Früchte in unserem Garten Litschis sind. Wie ich das herausfand? Nun ja, der Litschi-Baum wirft seine Früchte ab wie eine deutsche Eiche ihre Blätter im Herbst. So trat ich auf eine dieser unzähligen meist bereits schwarz gewordenen Früchte, rutschte fast aus und sah dann das weiße Innenleben mit dem großen Kern in der Mitte, das mir aus Deutschland noch sehr bekannt vorkam. Gegessen habe ich die Litschi danach auch - allerdings nicht aus dem eigenen Garten, sondern vom Markt gekauft. Die Früchte hängen zu hoch für mich, da komme ich einfach nicht heran.

Und ebenfalls herausgefunden habe ich, dass wir einen Avocado-Baum im Garten haben! Aber auch hier wieder: Lieber vom Markt, die Früchte hängen zu hoch. Avocado isst man hier übrigens, wenn sie außen lila geworden sind. Und sie werden größer als die importierten Früchtchen in Deutschland. Zu den Litschi: Die sind viel fleischiger, wenn sie frisch sind. Und nicht so verwässert wie man es aus dem Edeka-Markt kennt. Da hat man mehr von und kann mühelos das gesamte Fleisch vom Kern trennen. Aber kein Neid: Ich vermisse deutsche Äpfel, Birnen, alle Arten von Beeren und Pflaumen. Immerhin.