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Freitag, 9. Oktober 2009

Veni Vidi Vici

Ich habe nichts dagegen, dass der Friedensnobelpreisträger 2009 schwarz ist. Ich habe auch nichts dagegen, dass er das Weiße Haus von innen kennt. Ganz im Gegenteil: Die Nominierung von George W. Bush für diesen Preis habe ich- aus Liebe zur Satire- sehr begrüßt. Aber müssen diese zehn Millionen schwedische Kronen nun wirklich an einen Menschen gehen, der beide Eigenschaften vereint? Na hoffentlich schafft er es von dem Geld dann wenigstens, seiner Gesundheitsreform einen neuen Schub zu verleihen, den Staat schuldenfrei zu machen und nebenbei den Weltfrieden zu gewährleisten.

Wobei es- wiederum aus Gründen der Ironie- sehr amüsant wäre, wenn Obama noch in diesem Jahr Russland, dem Iran und sowieso der gesamten muslimischen Welt den Krieg erklären würde. Schließlich wüsste man dann wieder die Eltern wert zu schätzen, die uns doch schon von klein auf predigten: Du sollst den Tag nicht vor dem Abend loben.

Mittwoch, 4. Februar 2009

Ungewohntes Bild

Es kommt ja doch relativ selten vor, dass man in einer Überschrift die Wörter "Monster" und "Obama" zusammen sieht. Doch der stern bricht online das Tabu und titelt: "Obama-Foto mit Monsterauflösung".

Ob das Magazin damit eigentlich noch einmal an eine ganz andere Geschichte erinnern wollte? Im März 2008, der Hochphase des Duells zwischen Hillary und Obama bezeichnete Samantha Power, damals außenpolitische Beraterin Obamas, die junge Clinton als "monster", zu deutsch: Monster. Ihren Posten musste sie danach abgeben. Der Stern wird wohl weiter dahinvegetieren. Dabei lag Fräulein Power so falsch ja nicht mit ihrer Aussage, wie manche Fotos (1, 2, 3) nahelegen.

Mittwoch, 21. Januar 2009

Das Verpuffen des Barack O.

Ich habe mich zurückgehalten. Ich habe ihm die Zeit geschenkt, um die er bat. Ich habe akzeptiert, dass wir vor "einem sehr schweren Weg stehen", der eine Weile brauchen werde. Ich habe auch verstanden, dass Barack ja bis gestern noch gar nicht richtig im Amt war. Aber jetzt ist der Bush wieder in Texas und Obama im Weißen Haus. Und was ist passiert?

Nichts! Im Nahen Osten gibt es immer noch Soldaten, die Banken schreien nach unseren Seelen und am Ende des Geldes ist viel zu viel Monat übrig. Und obwohl Obama ununterbrochen vom guten Klima spricht: Mir ist immer noch kalt, wenn ich morgens herausgehe. Mich frierts, wenn ich abends nach Hause komme. Schockgefroren, wenn ich in der Tagesschau hässliche Bundeskanzlerinnen sehe. Von wegen: Erfolg macht sexy.

Wie hieß es anno dazumal? "Change, we can believe in." Wahlkampfgewäsch! Ich glaube lieber gar nichts mehr. Die erste Ernüchterungswelle schwappt bereits über das Land. Jetzt bleibt uns nur noch das Schöntrinken. Ich bin gespannt, ob Obama wenigstens in den noch verbleibenden 3 Jahren und 364 Tagen etwas verändern kann. Prost Mahlzeit.

Montag, 19. Januar 2009

Obamania im Land der Möglichkeiten

Es ist der Messgrad aller Popstars. Was zählen schon Grammies, Goldene Schallplatten oder Teilnahmen an Dschungelcamps. Was den Promi zum wirklichen Star macht ist nicht das Sexvideo, sondern die Zahl der verfügbaren Merchandise-Artikel. Von daher hat es jetzt wohl tatsächlich niemand Geringeres als ein Schwarzer in den kosmischen Sternenhimmel geschafft: Barack Obama.

Buttons und T-Shirts vom Messias der Neuzeit gibt es ja schon seit Ewigkeiten. Aber wie wäre es denn mit einer Obama-Chilisauce, einem Obama-Engery-Drink oder dem farblich harmonierenden Obama-Kaffee? Im Sortiment gibt es auch Lippenstifte mit der Aufschrift "Ich küsse Barack", Obama-Hundemarken und das "Barack-Obama-Kindermalbuch". Ob beim Letzteren schon ein Farbmalstift ausreicht? Zur Ikone wird Barack jedoch wohl durch andere Artikel. So spielt der neue Präsident die Hauptrolle in der aktuellen Sonderausgabe des Spider-Man-Magazins. Und wie Elvis gibt es nun auch Obama für das Auto - als Obama-Wackeldackel. (Quelle: SPON)

"Verrückt!", möchte so mancher aufschreien? Mitnichten. Wer den Wahn für irreal hält, der sei daran erinnert, wie wir gesungen, getanzt und gelacht haben, als unsere Superhelden in der Blüte ihres Schaffens standen: Dieter Bohlen, Detelf D! Soost und allen voran Thorsten Schäfer-Gümbel. Wenn sie langhaarig und mit Schlaghosen die Bühne betraten, verloren auch wir zuweilen das Bewusstsein. Ich plädiere daher für ein noch breiteres Barack-Angebot:

- Obama- Bodypaints
- Barack O-Med - für strahlend weiße Zähne
- Obamas Poly-Color für das gef*te Haar - nur echt von Schwarzkopf
- Billy Barack - Für die Umwelt, gegen Nachwuchs.
- BarackBerry - Das bessere Blackberry

Freitag, 7. November 2008

Ein Österreicher sieht braun

Nein, die Rede ist nicht (mehr) von Jörg "Jörgi" Haider. Vielmehr hetzt nun der bislang als seriös geltende Fernsehjournalist Klaus Emmerich über die Schnellspur nach rechts. Laut Spiegel Online habe Emmerich im ORF die Wahl Obamas eingestuft als "wie wenn der nächste Bundeskanzler ein Türke wäre in Österreich."

Des Weiteren sprach der Achtzigjährige, der damit vermutlich unter die Gnade der Senilität fallen wird, vom "Rückzug" des "weißen Mannes" und stellte fest: "Ich möchte mich nicht von einem Schwarzen in der westlichen Welt dirigieren lassen."
Nach Geheiminformationen stammt von Emmerich auch die Bild-Kampagne "Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht". Nun versucht er endlich als Vorbild voranzugehen. Dumm nur, dass persönliche Wahrheiten nicht unbedingt auch die Wahrheit des Volkes wiederspiegeln. In die Reihe von Albert Einstein oder, aufgepasst, Martin Luther King wird er damit wahrscheinlich so bald nicht gestellt werden.

Donnerstag, 6. November 2008

Darf ich mich vorstellen?

Schon mal darüber nachgedacht, dass Dir der die oben stehende Frage Stellende nie genug Zeit lässt, über eine Antwort nachzudenken?

So ist es auch hier. Ich werde nun einfach los, dass meine unsichtbaren Freunde mich Simon nennen. Bei meinen sichtbaren achte ich nicht darauf; da merk ich ja, wenn die mich angucken und sofort bin ich für sie da. Ich komme vom Dorf und gebe gerne vor, Stadtkind zu sein. Damit man mir das abkauft, berichte ich des Öfteren von imaginären Gesprächen, die ich in der U-Bahn zufällig belauscht zu haben vorgebe. Heute zum Beispiel saßen da zwei Männer Mitte Dreißig, von denen der eine irgendwann bedächtig die BILD-Zeitung sinken ließ und seinen Gedanken einen unbekümmerten freien Lauf ließ:

"Du, ich weiß ja nicht, das mit dem Obama. Das hört sich ja vielleicht ganz schön an, was der sagt, aber sind die Amis denn blind? Ich meine, ich hab ja nichts gegen Schwarze oder so, aber der ist ja wirklich schwarz. Ich meine, der wird ja jetzt über ALLE Amerikaner regieren. Was ist denn das für ein System da drüben?"

Stille. Dann, um seiner Aussage endgültig den angemessenen Nachdruck zu verleihen, fährt er fort:

"Hier bei uns gibt es für behinderte Sportler doch auch extra die Paralympics."

Mittwoch, 5. November 2008

Obama ist Präsident und ich Blogger

... was einem bedeutender erscheint, muss jeder für sich selbst wissen.

Auf jeden Fall heißt es ab heute und hoffentlich für viele viele schöne Jahre: Hallo und herzlich Willkommen in meiner neuen kleinen (Blogger-) Welt.

Diesen amerikanischen Feiertag "Day of Change" nutze ich nun für den sofortigen Wandel meines eigenen Lebens, für den Martin Luther Kings Zögling wohl noch eine Weile brauchen könnte.

Neben diesem Blog habe ich mir heute auch zum ersten Mal das Faktenmagazin Titanic zugelegt. Ich suchte nach Schäubles Überwachungskameras oder zumindest nach Kakerlaken zwecks Erpressung des Zeitschriftenhändlers, fand dann jedoch in der dritten Reihe hinter Emma und Briggitte ein mein Interesse weckendes Foto unserer Kanzlerin. Entweder sind die Redakteure der Titanic ihren Journalisten-Kollegen in der Informationsbeschaffung weit voraus oder die Sexualisierung unserer Gesellschaft ist doch noch nicht so weit fortgeschritten wie vermutet. Denn das Cover mit dem Titel "Neues Rettungspaket. Merkel bürgt für guten Sex" lässt tief blicken.

Ich sehe schon die nachpubertierenden Jugendlichen und seelisch verkommenen Bierettikettenknibbler mit wild fuchtelnden Händen auf unsere Rathäuser zustürmen, wo es die versprochenen Entschädigungen (in Form von Geld will ich hoffen!) abzuholen gilt. Ich erkenne: Wir gehen unter und bankrott. Doch ich bin voll auf Ackermann Seite: Ich würde mich schämen, Steinbrücks realitätsferne Konsolidierungspläne auch noch dem Sarkasmus freizugeben. Da verzichte ich lieber für eine Weile auf schlechten Sex.