Dienstag, 19. Mai 2009

Spannende Schöpfungen

"Julius verändert die Wirklichkeit. Seine Botschaften und Signale sind eine Millisekunde lang Tatsache, dann sind sie wieder weg. Julius zaubert." Nein, diese Worte finden sich nicht in Joanne K. Rowlings neuestem Fantasy-Werk. So schreibt es die Jugendseite der süddeutschen Zeitung, jetzt.de, und untertreibt dabei kein Stück. In dem sehr empfehlenswerten Artikel wird der Fulgurator, die Erfindung eines 25-jährigen Berliner Physik- und Kunststudenten beschrieben, der auf den Blitz anderer Kameras reagiert. Daraufhin projiziert der Fulgurator ein ausgewähltes Bild auf die Fläche, die die andere Kamera belichtet.

Als Resultat ist auf dem Bild des Fotografen das gewünschte Bild und eben die Projektion zu sehen. Da traut der Bildbetrachter seinen Augen kaum, wenn zum Beispiel auf Merkels Stirn deutlich die Worte "In Wahrheit bin ich ein Mann" zu erkennen sind. Julius verändert sozusagen die sichtbare Gegenwart. Aber mir fehlen wohl die Worte für eine angemessene Beschreibung. Lest selbst und seht euch die Fotos auf Julius Homepage an.

Wo wir gerade bei Erfindungen sind. Auch der große Konrad Adenauer, unser erster Bundeskanzler und Herr der sozialen Marktwirtschaft, versuchte sich sein Leben lang als Erfinder. Seine persönliche Bilanz, vermiest durch den für den Menschen tödlichen Insektenvernichter, glich er aus mit einer
„Vorrichtung zur Verhinderung des Überfahrenwerdens durch Straßenbahnen“. Weitere Patente meldete er an für das Notzeitenbrot auf Maismehl-Basis sowie für seine Sojawurst. Finanziell abgesichtert wurde er trotzdem erst durch die Politik, was wieder einmal bestätigt: Wer gar nichts kann, wird halt... aussprechen kann ich diesen Satz in Zeiten des W. Schäuble jedoch nicht.

Keine Kommentare: