Donnerstag, 22. April 2010

Absoluter Wahnsinn


Vergesst alles, was ihr über Delfine gelernt habt. Von wegen: "Wenn Delfine so cool sind, warum trinken sie dann kein Bier." Vielleicht sind sie nicht cool, aber doch zumindest sehr beeindruckend. Dies durften Lasse und ich am Osterwochenende feststellen, als wir mit kleinen Pumpboats (Fassungsvermögen: vier bis fünf Personen) zwecks Walhai-Tour durch das Meer fuhren. Da stießen wir am frühen Morgen noch halb schläfrig und erst seit zehn Minuten unterwegs auf einen Schwarm Delfine, der sich - die kleinen Boote sei dank- nicht allzu sehr von uns verschrecken ließ.

Immer wieder sah man aus gemäßigter Entfernung einzelne Sprungakrobaten oder sogar Gruppen, die sich gleichzeitig über das Wasser wagten. Den absoluten Höhepunkt bescherten mir jedoch zwei Delfine, die unser Boot ein wenig narrten, das noch bei voller Fahrt war. Sie setzten sich spielend leicht an die Spitze des Pumpboats, schwammen mal etwas nach links, mal etwas nach rechts und einer stellte sich auch ein wenig quer um seinen Blick direkt auf uns - die Männer auf dem Boot- zu richten. Da ich das Glück hatte, vorne zu sitzen, waren die Delfine teilweise nur zwei Armlängen entfernt - absoluter Wahnsinn, absolute Adrenalinausschüttung, absolut keine Müdigkeit mehr. Und das größte Glück: Ich hatte meine Kamera zur Hand und zumindest ein Foto gelang ganz gut.


Da geriet für mich mein erster Walhai, der mit "nur" drei bis vier Metern Länge trotzdem noch schön anzusehen war, fast ein wenig ins Abseits, zu sehr wirkte die Delfin-Begegnung nach. Auf dem Rückweg hatten wir das Tier-Glück leider nicht mehr, dafür auf dem einstündigen Bootstrip über das Meer schöne Wellen, die uns völlig durchnässten. Dazu noch ein Sprühregen, der angenehm hätte sein können, wenn er vorher da gewesen wäre, als uns die Sonne noch einen schönen Sonnenbrand als mehrtägiges Souvenir mitgab. Spaß bereitete mir zumindest der Umstand, dass ich allein durch Körperverlagerung das Boot derart beeinflussen konnte, dass entweder ein relativ kleiner oder ein ziemlich großer Teil der Wellen ins Boot schwappte. Wobei ich mir von Lasse immer einen Schlag auf den Hinterkopf verdiente, wenn der Teil  ziemlich groß war; ich die Bootsspitze also direkt vor der Welle ein wenig heruntergedrückt hatte.

Standesgemäß abgerundet wurde der Tag am späten Nachmittag mit einer kleinen Schnorcheleinheit mit Korallen- (monoton) und Fischbeobachtung (deutlich spannender). Gerne würde ich an dieser Stelle auch noch ein Foto vom Walhai mitgeben, aber bisher hat sich für mich kein einziger Blogleser in die Schulden gestürzt um mir eine Unterwasserkamera zu finanzieren. Dafür dürfen an dieser Stelle alle eine Runde trauern. Auf der Beerdigung der Mutter ist es zwar unangemessen, wenn der Vater mitteilt "Du brauchst nicht mehr um deine alte Mama trauern, ich habe dir schon wieder eine neue gefunden. Ich stelle vor: Meine Verlobte Frida". Ähnlich unangemessen ist es jetzt, dass ich statt des Walhais einfach das Foto einer Krabbe präsentiere. Aber dennoch: Darf ich vorstellen: eine Krabbe, nennen wir sie der Einfachheit halber Frida.

1 Kommentar:

DIE ANJA hat gesagt…

siiiiiimon.
"jaa" "jaa" "jaa" "jaaa" führen wir dieses gespräch im september auf der katlenburg? lass mal das gleiche datum nehemn. 15.? das gleiche gilt für deinen geliebten mitbewohner...ich würd gern nochmal mit euch die gute alte burg rocken;)
d´accord?
LIEBE