Freitag, 5. Februar 2010

Fußball und Boxershorts

Gefangen. Im Bann. Die Sucht wieder gestillt. Seit Sonntag bin ich wieder voll dabei beim Fußball. Und tatsächlich gibt es in Tacloban eine Gemeinschaft, die jeden(!) Abend Fußball spielt. Technisch viele ganz okay, taktisch... was war noch einmal Taktik? Aber Spaß macht es und schon für dieses Wochenende geht es für ein Turnier auf die Nachbarinsel nach Cebu City. So lässt sich das aushalten hier.

Sonst noch was? Ach ja, was mich doch immer wieder irritiert ist, wenn ich morgens völlig verschlafen und nur in Boxershorts die Treppe herunter gehe und schon das Rufen von vor der Tür höre: "Good morning, good morning, good morning...". Und dann mache ich die Tür auf und da steht entweder:
1. Der Hausmeister, der uns mitteilt, dass morgen unser Garten gemacht werden würde und wir deswegen zu unserer Sicherheit doch dann die Tür verschließen sollten, wenn wir gehen (das war vor rund einem Monat und seitdem wurde nichts im Garten getan).
2. Die alte Sari-Sari-Store(*)-Verkäuferin, die in ihrer krächzenden Stimme um die Cola- und die Bier-Flaschen von der nächtlichen Feier bittet.
3. Der Junge vom Hausmeister, der über die Mauer geklettert kam und der erst unseren Hof fegen und dann die Früchte vom Baum pflücken möchte.

Läuft.

* Sari-Sari-Store: Allerkleinste und am weitesten verbreitete Form des Tante-Emma-Ladens. In der 50 Meter langen Straße vor unserem Haus sind vier dieser Läden, die im Grunde alle das gleiche Angebot haben und alles Mögliche in den kleinsten verfügbaren Größen verkaufen - mit Ausnahme des Bieres, das bekommt man nur in Ein-Liter-Flaschen.

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