Mittwoch, 1. September 2010

Ein Appell gegen das Online-News-Monopol

Nehmen wir einmal drei Online-Medien-Auftritte. Taz.de, arte.tv und spiegel-online. Welches Medium hiervon hälst du für das seriöseste, für das hintergründigste, für das Medium, dessen Recherchen man gerne vertraut? Welches hältst du für das Medium, das vielleicht auch einmal hinter die Kulissen blickt, zumindest aber kritischen Journalismus zulässt, ausübt und fördert? Egal, ob die Antwort nun taz.de oder arte.tv lautet. Zumindest spiegel-online ist ganz sicher nicht die richtige Lösung. 

Wann warst du das letzte Mal auf arte.tv? Aber wann warst du das letzte Mal auf spiegel-online? Spiegel-Online hat nicht viel mit dem Spiegel zu tun, genießt aber dessen Ruf und bekommt Vorschusslorbeeren, die es in konstanter Zuverlässigkeit nicht rechtfertigt. Spiegel-Online hat eine Monopolstellung, die ungesund ist und die  die Vielfalt von Online-Medien schon heute einschränkt und weiterhin bedroht. Deshalb mein Appell: Vielleicht muss man nicht jeden Tag spiegel-online besuchen, um dort die Überschriften zu überfliegen und festzustellen, dass einmal mehr nichts Interessantes dabei ist. Denn die Artikel geben meist sowieso keine weiteren Informationen preis. Und wenn, dann nicht mehr, als man auch auf sueddeutsche.de, zeit.de oder faz.net ebenso bekommen würde. 

Und weil auch ich erst vor kurzem auf den informativen (aber in Hinsicht der Benutzfreundlichkeit doch noch verbesserungswürdigen) online arte-Auftritt aufmerksam geworden bin, hier mal ein kleiner Vorgeschmack, was einen visuell dort erwarten kann.

Eine Alternative zu dem Heute Journal oder den ZDF-Tagesthemen: Das ARTE Journal. Alle 24 Stunden neu auf arte.tv.


Und weil ich es so schön finde, lege ich kostenfrei noch die künstlerische Interpretation eines 60'er Jahre-Hits drauf. Wenn das Video nicht flüssig läuft, könnte ein Klick auf das Feld "SQ" (=small quality) helfen.

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