Mittwoch, 28. April 2010

Apokalypse des Tages


Sieht so das Ende der Welt aus?
Merkelt zumindest scheint auch schon Hilfe von oben zu beschwören.

Beides und direkt untereinander gefunden auf der sueddeutschen.

Donnerstag, 22. April 2010

Absoluter Wahnsinn


Vergesst alles, was ihr über Delfine gelernt habt. Von wegen: "Wenn Delfine so cool sind, warum trinken sie dann kein Bier." Vielleicht sind sie nicht cool, aber doch zumindest sehr beeindruckend. Dies durften Lasse und ich am Osterwochenende feststellen, als wir mit kleinen Pumpboats (Fassungsvermögen: vier bis fünf Personen) zwecks Walhai-Tour durch das Meer fuhren. Da stießen wir am frühen Morgen noch halb schläfrig und erst seit zehn Minuten unterwegs auf einen Schwarm Delfine, der sich - die kleinen Boote sei dank- nicht allzu sehr von uns verschrecken ließ.

Immer wieder sah man aus gemäßigter Entfernung einzelne Sprungakrobaten oder sogar Gruppen, die sich gleichzeitig über das Wasser wagten. Den absoluten Höhepunkt bescherten mir jedoch zwei Delfine, die unser Boot ein wenig narrten, das noch bei voller Fahrt war. Sie setzten sich spielend leicht an die Spitze des Pumpboats, schwammen mal etwas nach links, mal etwas nach rechts und einer stellte sich auch ein wenig quer um seinen Blick direkt auf uns - die Männer auf dem Boot- zu richten. Da ich das Glück hatte, vorne zu sitzen, waren die Delfine teilweise nur zwei Armlängen entfernt - absoluter Wahnsinn, absolute Adrenalinausschüttung, absolut keine Müdigkeit mehr. Und das größte Glück: Ich hatte meine Kamera zur Hand und zumindest ein Foto gelang ganz gut.


Da geriet für mich mein erster Walhai, der mit "nur" drei bis vier Metern Länge trotzdem noch schön anzusehen war, fast ein wenig ins Abseits, zu sehr wirkte die Delfin-Begegnung nach. Auf dem Rückweg hatten wir das Tier-Glück leider nicht mehr, dafür auf dem einstündigen Bootstrip über das Meer schöne Wellen, die uns völlig durchnässten. Dazu noch ein Sprühregen, der angenehm hätte sein können, wenn er vorher da gewesen wäre, als uns die Sonne noch einen schönen Sonnenbrand als mehrtägiges Souvenir mitgab. Spaß bereitete mir zumindest der Umstand, dass ich allein durch Körperverlagerung das Boot derart beeinflussen konnte, dass entweder ein relativ kleiner oder ein ziemlich großer Teil der Wellen ins Boot schwappte. Wobei ich mir von Lasse immer einen Schlag auf den Hinterkopf verdiente, wenn der Teil  ziemlich groß war; ich die Bootsspitze also direkt vor der Welle ein wenig heruntergedrückt hatte.

Standesgemäß abgerundet wurde der Tag am späten Nachmittag mit einer kleinen Schnorcheleinheit mit Korallen- (monoton) und Fischbeobachtung (deutlich spannender). Gerne würde ich an dieser Stelle auch noch ein Foto vom Walhai mitgeben, aber bisher hat sich für mich kein einziger Blogleser in die Schulden gestürzt um mir eine Unterwasserkamera zu finanzieren. Dafür dürfen an dieser Stelle alle eine Runde trauern. Auf der Beerdigung der Mutter ist es zwar unangemessen, wenn der Vater mitteilt "Du brauchst nicht mehr um deine alte Mama trauern, ich habe dir schon wieder eine neue gefunden. Ich stelle vor: Meine Verlobte Frida". Ähnlich unangemessen ist es jetzt, dass ich statt des Walhais einfach das Foto einer Krabbe präsentiere. Aber dennoch: Darf ich vorstellen: eine Krabbe, nennen wir sie der Einfachheit halber Frida.

Montag, 19. April 2010

Wolkenassoziationsspiel

Die isländische Aschewolke hat verloren. Die schöne Zeit ist vorbei. Merkel und Guttenberg haben es trotzdem wieder nach Deutschland geschafft. Aber was passiert eigentlich, wenn sich die Asche über Europa niederlegt? Werden wir der neue schwarze Kontinent?

Donnerstag, 15. April 2010

Ebenfalls gelernt

Heute, gestern, vorgestern, vorvorgestern... und sowieso an praktisch jedem Tag in den letzten vier Wochen gelernt: Bei Stromausfall lohnt es sich nicht, vor einer Ampel zu warten. Und: Ein überfordertes Elektrizitätskraftwerk ist zwar immer noch sinnvoll, aber der Zufriedenheitsgrad sinkt proportional mit der Zahl der Stromausfälle.

Das bringt mich auch dazu, wie die Filipinos ihren Stromausfall nennen. Sie sagen nicht "Black-out", was der korrekte Begriff wäre, sondern "Brown-out". Was in meinen Ohren eher nach überlaufender Kanalisation klingt. Das Online-Wörterbuch Leo.org weiß jedoch besser bescheid: Brown-out heißt demnach "Büschelentladung". Da liegt die Verwandtschaft zu dem Begriff Stromausfall ja quasi auf der Hand.

Mittwoch, 14. April 2010

Wieder was gelernt

Frage: Was haben wir aus dem polnischen Flugzeugunglück gelernt, bei dem ein großer Teil der Elite Polens starb?
Antwort: Es ist eigentlich gar nicht so schlimm, wenn Außenminister Guido Westerwelle mit seinen ganzen Freunden in einem Flugzeug sitzt.  [12.04.2010]

(Mit Dank und Verweis an den Online-Auftritt des Titanic Magazins)

Mittwoch, 7. April 2010

Some Bullshit happening Somewhere

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner droht facebook also mit der Kündigung ihrer Mitgliedschaft. So so. Einem Portal mit mehr als 400 Millionen Nutzern. Da wird Gründer Mark Zuckerberg aber zittern. Mich interessiert gar nicht einmal, warum Frau Aigner glaubt, dass ihr Austritt jemanden interessieren könnte, Größenwahn kommt unter Politikern ja schon mal vor ("Hier steht die Freiheitsstatue dieser Republik!").
Vielmehr interessiert mich, warum die Medien -bis hin zur tagesschau- diesen Mist auch noch für berichtenswert halten. Es gäbe doch so viel anderes, über das man erzählen kann. Wie im Folgenden ein amerikanisches Modell eindrucksvoll belegt.

Dienstag, 6. April 2010

(K)Eine Überraschung

Mein Computer ist super. Friedlich surfe ich ein wenig im Netz herum, da kommt er aus dem Nichts heraus plötzlich mit einer Fehlermeldung. "Achtung! Ihr USB-Gerät wurde nicht erkannt." Richtig, mein lieber PC. Könnte das unter Umständen daran liegen, dass ich gar kein USB-Gerät angeschlossen habe?

Montag, 5. April 2010

Linktipp des Tages

Normalerweise mache ich nur Werbung für den Schnipselfriedhof. Aber heute bin ich auf Zeit Online auf den einzigartigen Bericht des Amerikaners Shalom Auslander gestoßen. Ein bitterernstes und doch nicht ohne Tragikomik auskommendes Statement, das direkt zu Herzen geht. Beziehungsweise zu Verstand. Ein Muss für jeden, der sich schon mal im Leben mit Religion befasst hat. Klick HIER.

Sonntag, 4. April 2010

Ostergefühle

Mistwetter. Wochenlang war alles schön und nun geben sich seit Tagen Sonne und Regen die Klinke in die Hand. Dabei dachte ich doch, dass ich einmal in meinem Leben dem deutschen Aprilwetter entkommen könnte. Dass es aber auf den Philippinen alles noch viel schlimmer werden würde, das konnte ich ja nicht ahnen.

Toll ist auch so eine SMS wie "Frohe Ostern", wenn man die Nummer nicht kennt. Mein "Unbekannterweise einfach mal zurück" wurde dann prompt mit einem "Dachte, du hättest meine nr gespeichert" beantwortet. Wenn es wirklich so gewesen wäre, wäre es ja ganz witzig. Aber angehängt wurde dann zusätzlich noch der Name meiner neuen Mentorin. 
Ja, für das Abspeichern ihrer Nummer (unter dem Namen "Mentor") hatte ich in der Tat über einen Monat Zeit. Aber ich bin nun mal kein Freund von Veränderung. Was auch wieder verdeutlicht, welche Qualen mir das momentane Wetter bereitet.