Zumindest wikipedia.de hat die Zeichen der Zeit erkannt. Zum Begriff Prokrastination liest man dort: "Aufschieben ist jedoch auch eine wichtige Kulturleistung, eine traditionsreiche Strategie." Diese direkt im ersten Absatz niedergeschriebene These wird zwar nicht begründet. Es sollte wohl wirklich allen klar sein, dass die Aufschiebenden eh die coolsten sind. Aber wo in der Prokrastination, die so viele gerne als offizielle Krankheit anerkannt sähen, wo genau nun in eben dieser Krankheit die Tradition und vor allem die Bedeutung für die Kultur liegt, hätte ich schon gerne gewusst. Möglicherweise stammt dieser Satz aus der Hand eines an Prokrastination Leidenden, der uns den Beleg für diese wagemutige Aussage noch nachlegen möchte...
Die Wikipedia-Artikel sieht die Ursachen für das Prokrastinieren im Übrigen unter anderen in Impulsivität und Perfektionismus. Und schon darf sich die Schüler- und Studentenwelt besser fühlen. Schließlich fordern Männer wie Frauen vom anderen Geschlecht oft mehr Leidenschaft und jeder halbwegs erfolgreiche Promi bezeichnet sich nur zu gerne als Perfektionist. Außerdem finden immer mehr Menschen heraus: Aufschieber sind durchaus produktiv. Dieser Blog beispielsweise entstand während der größten Klausurenphase des Jahres. Ich hätte auch fantasielos lernen können.
Spätestens wenn nun sogar schon die Bild den Prokrastinierenden Tipps gibt, kann man sich der vollen Unterstützung des deutschen Volkes sicher sein. Mit dieser Euphorie im Rücken mache ich fast gerne meine Hausaufgaben. Aber erst einmal gehe ich einen trinken. Und bevor der geneigte fleißige Leser nun mit dem Kopf schüttelt, sei gesagt: Kritik am aufschiebenden Verhalten ist zwecklos. Joe Ferrari, Psychologie an der DePaul University in Chicago, hat das mit einer anschaulichen Analogie verdeutlicht: "Einem chronischen Aufschieber zu sagen: 'Tu’s einfach!', ist so, wie einem Depressiven zu sagen, er solle doch einfach mal fröhlich sein." In dem Sinne prokrastiniere ich lieber weiter. Hauptsache glücklich.
Die Wikipedia-Artikel sieht die Ursachen für das Prokrastinieren im Übrigen unter anderen in Impulsivität und Perfektionismus. Und schon darf sich die Schüler- und Studentenwelt besser fühlen. Schließlich fordern Männer wie Frauen vom anderen Geschlecht oft mehr Leidenschaft und jeder halbwegs erfolgreiche Promi bezeichnet sich nur zu gerne als Perfektionist. Außerdem finden immer mehr Menschen heraus: Aufschieber sind durchaus produktiv. Dieser Blog beispielsweise entstand während der größten Klausurenphase des Jahres. Ich hätte auch fantasielos lernen können.
Spätestens wenn nun sogar schon die Bild den Prokrastinierenden Tipps gibt, kann man sich der vollen Unterstützung des deutschen Volkes sicher sein. Mit dieser Euphorie im Rücken mache ich fast gerne meine Hausaufgaben. Aber erst einmal gehe ich einen trinken. Und bevor der geneigte fleißige Leser nun mit dem Kopf schüttelt, sei gesagt: Kritik am aufschiebenden Verhalten ist zwecklos. Joe Ferrari, Psychologie an der DePaul University in Chicago, hat das mit einer anschaulichen Analogie verdeutlicht: "Einem chronischen Aufschieber zu sagen: 'Tu’s einfach!', ist so, wie einem Depressiven zu sagen, er solle doch einfach mal fröhlich sein." In dem Sinne prokrastiniere ich lieber weiter. Hauptsache glücklich.
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