Dienstag, 10. Februar 2009

Ein Glas Trost für Glos

Der arme arme Michael. Wie wurde er gehänselt und gefoppt. Er war immer bloß der Mopp- nur wischen wollte leider keiner. Wo blieb der nötige Respekt? Schließlich hätte es kaum ein Wirtschaftsminister geschafft, ausgerechnet in der größen Wirtschaftskrise seit 80 Jahren so ruhig zu bleiben. Quasi hinter der Bühne in Morpheus' Armen zu verweilen. Sagte nicht Merkel selbst einmal, ihr Vorsatz für das neue Jahr sei es, mal wieder ordentlich auszuschlafen?

Der Michael konnte tun, was er wollte. Stets war er an allem Schuld. Was schon in Lönneberga bekannt, galt ebenso in Berlin. Kein Wunder, dass er sich bei diesem argwöhnischen Zweifeln nicht auch noch traute, Reformen vorzuschlagen. Er versuchte sich zu wehren, doch seine Metaphern blieben fragwürdig, wie wir hier schon erfahren hatten. Allerdings: Was erwartet man denn von einem Mann, der zu den Gerüchten, in Merkels Kabinett aufgenommen zu werden, 2005 noch sagte: "Ich hoffe, dass es meinem Land nie so dreckig geht, dass es auf Leute wie mich zurückgreifen muss." So sahen wir drei Jahre mit hängenden Köpfen, dass sich unser Land tatsächlich ganz schön in der Scheiße befinden musste.

Die Warnung brauchen wir jetzt nicht mehr. Wir wissen, dass es steil bergab geht. Merkel versprach uns unser "Jahr der schlechten Nachrichten". Dass auch diese eine gute dabei sein werde, verschwieg sie. Denn dank von Guttenberg hat jetzt auch die Bild endlich mal wieder qualitativ ihr Titelblatt schmücken können.

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