Montag, 23. Februar 2009

Wie die Welt Hilter zu verstehen lernt

Jede Kultur hat so ihre Art, die Vergangenheit des Nationalsozialismus zu verarbeiten. Wir zum Beispiel haben Schule, Maybrit Illner und ab heute auch noch den Oskar-prämierten Kurzfilm "Spielzeugland".

Doch die Briten haben nun deutlich angemessener den Nagel auf den Kopf getroffen. Sie schafften es nämlich als allererste, dem Organismus Hitler tatsächlich näher zu kommen. Denn Hitler war definitiv kein Mensch, sondern -und das wird umso deutlicher, je intensiver man seine Schriften liest- auf dem geistigen Niveau einer Katze. Was liegt also näher als auch die optischen Gemeinsamkeiten mit dem süßen Stubentiger zu unterstreichen. Die possierlichen Tierchen auf der Seite catsthatlooklikehitler.com heißen folgerichtig auch nicht kitten (dt.: Kätzchen) oder Hitlers, sondern Kitlers. Und die riesige Fangemeinschaft, die sich entwickelt hat, kann beruhigenderweise auch wenig mit der Utopie der Welteroberung anfangen.

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

wenn du bei unserer geliebten jansen zugehört hättest wüsstest du den begriff dystopie zu verwenden (gibts den im deutschen?)

whatever,
torben

the poetry rocker hat gesagt…

Gibts sogar genauso im Deutschen, ja: Dystopie. Im medizinischen Sinne heißt das jedoch "Fehllagerung; das Vorkommen von Organen an ungewöhnlichen Stellen" (Duden).

Aber in diesem Fall wäre das ja eher andersherum. Oder willst Du Deutschland als ungewöhnliche Stelle bezeichnen? Wir hatten eher ein ungewöhnliches (österreichisches) Organ zu lange bei uns gelagert.

Anonym hat gesagt…

wobei hier eher von einer symbiontischen beziehung die rede sein kann. ist ja nicht so dass die deutschen den adolf als parasit abgelehnt haben