Das war’s. So richtig gefasst habe ich es noch nicht. 24 Tage komplette Auslastung. 24 Tage lang nur Fußball im Kopf. 24 Tage hintereinander auf diesem kleinen Sand-Rasen-Baustellenfahrzeugelagerungs-Platz. Ich spüre meine Beine. Es waren anstrengende Wochen. Viel mehr aber waren es Wochen der Euphorie darüber, dass alles so hervorragend funktioniert hat. Darüber, dass meine Erwartungen immer wieder aufs Neue übertroffen wurden. Es gab reichlich Unterstützung, es sieht sogar so aus, als ob nicht nur die „alten“ Fußballer, sondern sogar die Neulinge, die Jane und ich an den Sport herangeführt haben, weiterhin in einem Netzwerk geborgen sind. Ich hätte das niemals angestrebt, ich hätte das niemals zu träumen gewagt, weil es mir zu irreal, zu realitätsfern, zu blauäugig erschien, aber nach dem heutigen, dem letzen Tag habe ich das Gefühl: Wir haben etwas geschaffen. Mehrere Kujas (zu dt. „großer Bruder“, respektvolle Bezeichnung für Männer, die älter sind als man selbst) haben von sich aus den Willen geäußert, die Kinder und Jugendliche auch weiterhin und zumindest an Wochenenden fußballtechnisch zu betreuen.
Aber darum geht es letzlich gar nicht primär. Es geht um die tolle Zeit, die man hatte. Ich bin mir sicher, dass keine Minute mit den Kindern und Jugendlichen umsonst war, sie alle haben aus der Soccer Summer Clinic viel gewonnen und mitgenommen. Die Kinder (am Ende haben wir über 45 Zertifikate ausgeteilt, insgesamt hatten wir wohl mit rund 60 unterschiedlichen Gesichtern gearbeitet) haben ein neues Hobby oder das bisherige vertieft, endlich sind einige gute Bälle in Umlauf gebracht worden und am Ende haben sogar praktisch alle dank privater Initiative mehr oder weniger abgenutzte Fußballschuhe bekommen. Das ist schön. Das ist alles mehr als erfreulich. Aber auch darum geht es letztlich gar nicht primär.
Primär ging es die ganze Zeit um mich. Ich wollte in diesem Jahr endlich mal einer sinnvollen und ausfüllenden Tätigkeit nachgehen. Ich wollte etwas tun, das mir etwas gibt und an das ich mich noch gerne zurück erinnern würde. Sicherlich nicht zuletzt wollte ich meiner Existenz auf den Philippinen auch eine gewisse Berechtigung geben. Ich bin froh, dass ich etwas versucht habe. Ich bin glücklich, dass alles geklappt hat. Ich bin erleichtert aufgrund der Gewissheit, dass ich nun endlich wirklich etwas Gutes (etwas ehrenamtliches) getan habe, wie Filipinos und Deutsche es von mir als Volontär erwarten oder direkt ungefragt annehmen.
Fernab dieser Theorie war es aber auch sonst eine großartige Zeit. Ich hätte nicht gedacht, wie -wenn zuweilen auch ein wenig stressig- unproblematisch die Zusammenarbeit mit den (fremden) Kindern funktioniert. Ich hätte nicht gedacht, wie sehr man das feedback der Kinder braucht um in den Phasen der Erschöpfung neue Kräfte zu bündeln. Ich hätte nicht gedacht, dass das aber überhaupt kein Problem darstellen sollte, dass einem so schnell derart viel Freude, Liebe und Begeisterung entgegen schlagen. Die Klinik hat mich in dem Willen bestärkt, auch in Deutschland Trainer zu werden. Sie hat mir aber auch gezeigt, wie viel Verantwortung in so einem Posten steckt. Und genau an dieser Stelle muss ich nun ein „Stop“-Zeichen setzen.
Mir fällt auf, wie geschwollen das alles klingt, was ich so vor mir dahinschreibe. Aber ich bin machtlos. So viele Reize und Eindrücke wirkten auf mich ein in den letzten Wochen. Es ist absoluter Wahnsinn. Bis ich das alles richtig verarbeitet und eingeordnet habe, wird es noch ein Weilchen brauchen. Euch Leser will ich damit nun erst einmal nicht weiter belästigen. Danke. Einfach nur, weil ich nicht weiß, wohin mit meiner ganzen Dankbarkeit.
Aber darum geht es letzlich gar nicht primär. Es geht um die tolle Zeit, die man hatte. Ich bin mir sicher, dass keine Minute mit den Kindern und Jugendlichen umsonst war, sie alle haben aus der Soccer Summer Clinic viel gewonnen und mitgenommen. Die Kinder (am Ende haben wir über 45 Zertifikate ausgeteilt, insgesamt hatten wir wohl mit rund 60 unterschiedlichen Gesichtern gearbeitet) haben ein neues Hobby oder das bisherige vertieft, endlich sind einige gute Bälle in Umlauf gebracht worden und am Ende haben sogar praktisch alle dank privater Initiative mehr oder weniger abgenutzte Fußballschuhe bekommen. Das ist schön. Das ist alles mehr als erfreulich. Aber auch darum geht es letztlich gar nicht primär.
Primär ging es die ganze Zeit um mich. Ich wollte in diesem Jahr endlich mal einer sinnvollen und ausfüllenden Tätigkeit nachgehen. Ich wollte etwas tun, das mir etwas gibt und an das ich mich noch gerne zurück erinnern würde. Sicherlich nicht zuletzt wollte ich meiner Existenz auf den Philippinen auch eine gewisse Berechtigung geben. Ich bin froh, dass ich etwas versucht habe. Ich bin glücklich, dass alles geklappt hat. Ich bin erleichtert aufgrund der Gewissheit, dass ich nun endlich wirklich etwas Gutes (etwas ehrenamtliches) getan habe, wie Filipinos und Deutsche es von mir als Volontär erwarten oder direkt ungefragt annehmen.
Fernab dieser Theorie war es aber auch sonst eine großartige Zeit. Ich hätte nicht gedacht, wie -wenn zuweilen auch ein wenig stressig- unproblematisch die Zusammenarbeit mit den (fremden) Kindern funktioniert. Ich hätte nicht gedacht, wie sehr man das feedback der Kinder braucht um in den Phasen der Erschöpfung neue Kräfte zu bündeln. Ich hätte nicht gedacht, dass das aber überhaupt kein Problem darstellen sollte, dass einem so schnell derart viel Freude, Liebe und Begeisterung entgegen schlagen. Die Klinik hat mich in dem Willen bestärkt, auch in Deutschland Trainer zu werden. Sie hat mir aber auch gezeigt, wie viel Verantwortung in so einem Posten steckt. Und genau an dieser Stelle muss ich nun ein „Stop“-Zeichen setzen.
Mir fällt auf, wie geschwollen das alles klingt, was ich so vor mir dahinschreibe. Aber ich bin machtlos. So viele Reize und Eindrücke wirkten auf mich ein in den letzten Wochen. Es ist absoluter Wahnsinn. Bis ich das alles richtig verarbeitet und eingeordnet habe, wird es noch ein Weilchen brauchen. Euch Leser will ich damit nun erst einmal nicht weiter belästigen. Danke. Einfach nur, weil ich nicht weiß, wohin mit meiner ganzen Dankbarkeit.
3 Kommentare:
DANKE für diese wunderbare, gar nicht schwülstige weil ehrliche Schilderung!
Margarete Gebbers
It's Okay, Simon.
Alex
Nice digga, gefällt mir!
Theo
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