Mittwoch, 22. April 2009

Weihnachtliches Fundstück

Ein wunderbar vergnügtes Video kursiert durchs Web. Drin sind: 50 ausflippende Kinder, als sie ihr Weihnachtsgeschenk, einen Nintendo Wii entdecken. Man könnte sich an dieser Stelle fragen, ob das ein Zeichen der menschlichen Kälte und der zunehmenden sozialen Verwahrlosung ist. Andererseits: Wir waren doch alle mal klein. Und ob man sich nun über eine Konsole oder eine Modelleisenbahn freut - menschlich ist beides nicht.



Im Besonderen wollte ich noch einmal auf den Jungen von 0:33 - 1:05 hinweisen, dem die Eltern offensichtlich vor Weihnachten die Hoffnung auf eine Wii genommen haben. Folgender Dialog spielt sich ab:
Junge (verblüfft): "It is a Wii. It is a Wii."
Frau: "No way. They couldn't find it at the stores. People were killing."
Junge (zeigt zur Vergewisserung mehrmals auf das Paket): "Oh my God."
(Zwischendurch trennt der Junge als Tarzan die Blutverbindung zu seiner Brust ab und stirbt dadurch weg.)
Junge (wiederbelebt und mit starker Faust): "Santa rocks!"
Frau: "Joshua. People couldn't find it. They were killing themselves."
Junge (sich nun 100%-ig sicher): "That's a Wii, that's a Wii. I can't deny it." Und nun hat der Junge seine Erkenntnis und die Aussagen der Eltern zur Wahrheit verflochten:
"Santa MUST be real. When they couldn't find it in the stores, then he must have made it."

Ich hab es doch immer gewusst.

Sonntag, 19. April 2009

Die Meisterfrage - entschieden?


Dass sich ausgerechnet die Sueddeutsche für objektiv genug hält, diese Aussage zu treffen, mag vielleicht nicht groß überraschen. Dass von der Redaktion dabei aber ausgerechnet ein Foto aus dem Wolfsburg-Spiel (5:1 gegen die Bayern) ausgewählt wurde, offenbart schon einen gewissen Sinn für Ironie.

Freitag, 17. April 2009

Insasse sein hat auch seine Vorteile

Sie alle war'n gefangen,
Und mussten lange bangen,
Doch sie war ganz gelenk,
Und brachte ihr Geschenk.

Die Leute tun mir leid,
Dacht sie sich nämlich bald,
Und schlüpfte aus dem Kleid,
Die Augen wurden weit.

Ein bisschen Spaß muss sein,
Dacht sie sich ganz allein,
Nun ist der Rummel groß,
Und in mancher Hos' was los.

Nach einer wahren Begebenheit, siehe SPON

Dienstag, 14. April 2009

Typisch

Microsoft kommt von Mikro, bedeutet also klein, schwach und vollkommen untauglich. Das habe ich erst jetzt wieder gemerkt. War ja klar, dass ausgerechnet im größten Abistress der PC versagt. Ausgerechnet in dieser Zeit, in der ich die Ablenkung vom Lernen bräuchte wie nie zuvor. Meine Nerven lagen bereits blank, doch endlich, nach vier Tagen ohne PC habe ihn wieder hinbekommen. Muss ich jetzt also doch nicht meine Zeit mit Lernen verschwenden, Glück gehabt.

Donnerstag, 9. April 2009

Venecia

Meine Freundin möchte mit mir in den Urlaub. Nach Venedig, "das wäre doch soooooo romantisch", sagt sie dann immer, "Stell dir nur mal vor: Wir beide in einer wiegenden Gondel inmitten der idyllischen Kanäle dieser lyrischen Altstadt." Ich weise dann stets dezent auf meine Platzangst und Seekrankheit hin.

Bei Venedig denke ich an das Meer und seinen Fischgestank, das WM-Halbfinale 2006 und den steigenden Meeresspiegel. Und wenn ich doch noch klein beigeben sollte und die symbolische Lanze breche, dann werde ich im nächsten Urlaub wohl noch häufiger brechen.

Dienstag, 7. April 2009

Parteibuch, Teil 5 (Die Partei)

"Die endgültige Teilung Deutschlands - Das ist unser Auftrag". Was sich zunächst dubios anhört, ist im Gegenteil eine wohlüberlegte und genial anmutende Idee der Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative, kurz: Die Partei. Sie verspricht: "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten. Außer uns." Wir müssen bedenken, wir haben die Chance, mit zwei Teams zur WM zu fahren!

Doch damit nicht genug der frohen Verkündigungen und überzeugenden Wahlargumente. Die Partei, nach eigener Aussage übrigens die einzige demokratische Massenpartei der extremen Mitte, hat noch mehr zu bieten. Mit reinem Populismus möchte sie Wahlen gewinnen und keine Koaltionen ausschließen - außer mit der FDP: "Wir sind schließlich keine Spaßpartei." Ernst sollte man also bleiben - und weise wählen: Die Partei. Sucht übrigens noch einige Köpfe für die Bundes- und Europatagswahlen 2009.



Und für die, die nicht genug bekommen können: Klick hier oder dort.

Montag, 6. April 2009

Gefeuert

Was wohl die firmeninterne Argumentation für den Rauswurf von Deutschlands LIDL-Chef sein mag? Vielleicht waren seine Krankeitsausfälle zu diffus begründet. Psychische Probleme, unerfüllter Kinderwunsch...

Samstag, 4. April 2009

Heute schon beLIDLt worden?

Es ist ja irgendwie beruhigend zu erfahren, dass es selbst in unseren schnelllebigen Zeiten doch noch gewisse Konstanten gibt. So haben die Bayern trotz ihrer schlechtesten Saison seit Ewigkeiten immer noch beste Meisterchancen, die BILD betreibt weiterhin den unseriösesten Journalismus (obwohl der Bildblog nun auch die restliche Medienwelt unters Messer nehmen will/wird) und LIDL bleibt der Garant für Datenschutzskandale. Ja, es ist nun gewiss: LIDL sorgte sich sogar und wohl immer noch intensiv um die Gesundheit ihrer Arbeitnehmer.

Wie SPON berichtet, habe man zufällig im Mülleimer einer Bochumer Waschanlage (sic!) rund 300 Seiten interner Unterlagen über mehr als 600 Verkäufer/innen gefunden. Dazu gab es gratis unter anderem: Namen, Telefonnummern, Personalnummern, Gehaltslisten, Arbeitszeugnisse. Und vor allem Informationen über die Ausfälle von Mitarbeitern und dem warum. Grippe, Rückenleiden und Bluthochdruck, alles ist sauber dokumentiert. Besonders bizarr Einträge wie der Folgende: "Will schwanger (werden). Befruchtung nicht funktioniert". Dann mal viel Spaß mit dem Vorgesetzten. Monatlich werden diese Listen weitergeleitet.

Für LIDL gibt es also offenbar, selbst nach dem großen Aufschrei im Januar 2008, keinen Grund, die Firmenphilosophie nachhaltig zu verändern. Letztlich müssen wir, der Kunde entscheiden, ob er ein solches Verhalten weiterhin tolerieren möchte. Oder ob wir mehr dieser Musterdokumente sehen möchten, die sämtlichen Filialen zur Verfügung stehen: "Krankenstand_2.xls". Mein neues Wort für ausspitzeln lautet ab sofort auf jeden Fall ausLIDLn.

Mittwoch, 1. April 2009

Garantiert witzlos

Hach, was war das wieder für ein Tag, an dem man nicht wusste, wahr und unwahr zu unterscheiden. Manchmal waren die Scherze heute aber auch ein bisschen platt, weil einfach zu unwahrscheinlich oder schlicht banal. So verkündete die süddeutsche, Moskau und Washington wollten ihre Atomwaffen-Arsenale verkleinern. So einfach lassen wir uns doch nicht zum Narren halten. Nett war dagegen die (unfreiwillige!) Verlinkung der FAZ auf ein Freeware-Programm, das den Monitor zum Touch-Screen verwandeln sollte. Über 3000 Kommentare auf der faz-Seite zeugen von einem angemessenen Rummel um die Testversion.

Auch gelungen fand ich die Idee von der ARD, statt der peinlichen Niederlage in Wales am heutigen Abend einfach Bilder eines Spiel zu zeigen, das wir gewinnen. So bleibt die Bevölkerung friedlich und wir dürfen trotz unansprechender Leistungen nach Südafrika. Aus der Kategorie "zu offensichtlich" wollte ich aber auch noch einmal einen präsentieren. Da musste ich schon laut auflachen, als die Bild selbstironisch titelte:

Fast wären die Leser darauf hereingefallen.