Montag, 14. September 2009

Meer-Gefahren

Panik. Schrecken. Tränen der Furcht. Eltern kennen diese angsterfüllten Augen, wenn dem Kinde die Iodtinktur auf die frische Wunde gelegt werden soll. Plötzlich tut die Verletzung dann doch gar nicht mehr so dolle weh. Aber wenn man das feststellt, ist es meist schon zu spät und die Mama schon längst einsatzbereit. Ich hatte gestern das Revival zu dieser extremen Gefühlswelt.

Denn gestern floss das erste Mal Blut bei mir. Auf einem winzigen Inselchen, Pearl Island, waren wir schnorcheln, wunderbare Sache. Meinem Fuß hätte ich die Bekanntschaft zu einer der Korallen aber dennoch gerne erspart gehabt. Eigentlich sind es nur harmlose Schürfwunden, aber Wundheilung ist laut Aussage unserer Mentorin eine "Katastrophe auf den Philippinen" und tatsächlich findet man auch bei Kindern hier fast nur völlig vereiterte Verletzungen.

Also blieb mir nichts anderes übrig als der Griff zur Flasche. Bei der Wahl zwischen des einheimischen Rums und des Iods habe ich zumindest dieses Mal letzteres vorgezogen. So schlimm wie wie Omas Zeiten ("Jod heißt Jod, weil man danach vor Schmerzen jodelt.") ist es aber tatsächlich nicht mehr. Mir geht es also immer noch gut, lang lebe die Forschung, die das (fast) schmerzfreie Iod erschuf!

Stolz auf den ersten Selbstversuch; Thema: Abwehrkräfte auf den Philis?

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