Samstag, 26. September 2009

Zu viel Anpassung

Ich bin mir nicht mehr sicher, wie bewusst man sich das in der Heimat war, aber nur zur Sicherheit betone ich noch einmal gerne: Ich bin auf den Philippinen. Philippinen liegen in den Tropen. Tropen sind heiß. Ziemlich heiß. Und feucht. Und dadurch wirkt alles noch heißer. Und in größeren Ortschaften wie Tacloban drückt dann auch noch der Smog ganz gewaltig. Denn Katalysatoren wurden hier noch nicht erfunden.

Ein Beispiel: Man stelle sich vor, es ist Mitternacht, ich sitze in meinem Zimmer, der Ventilator bläst mir ins Gesicht und: Ich schwitze. Diese Situation hatte ich letzte Woche. Momentan ist es dagegen ziemlich kalt hier (für philippinische Verhältnisse). Außerdem weht der Wind ununterbrochen, so langsam beginnt die Regenzeit. Kurzum: Es lässt sich grad ganz gut aushalten. Doch eine Sache ist da noch, die mir temperaturell ein wenig zu schaffen macht.

Dafür muss ich kurz die Duschen hier erklären. Die haben nur einen Knopf. Den An-Knopf. Temperatur lässt sich nicht variieren. Und ich weiß noch genau, wie ich nach meiner ersten Nacht das kühlende Nass aus dem Hahn abgefeiert hatte. Am liebsten hätte ich den ganzen langen lieben Tag darunter verbracht. Das hat sich geändert. Ein Scheiß auf die Akklimatisierung. Mich jeden Morgen unter eine Dusche zu quälen, die minutiös jede noch so kleine Pore mit ihrem Eisstrahl attackiert, so habe ich mir die Philippinen aber nicht vorgestellt.

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