Sonntag, 13. Dezember 2009

Filipinos sind... Teil 2

Ja, schon jetzt habe ich bemerkt, dass ich einen wesentlichen Aspekt vergessen habe. Schande über ein Haupt. Denn wie konnte man das nur vergessen. Filipinos sind (natürlich)...

... schwul. Ganz ohne Ironie und mal nicht als Schimpfwort gemeint. Aber Ladyboys gehören hier einfach zum Alltag dazu wie die Autos auf die Straße. Überall sind sie. Und von uns auch noch besonders prägnant und oft wahr genommen, da Ladyboys in der Regel nicht so schüchtern sind wie Otto Normafilipino und uns noch lieber einfach mal so auf der Straße, beim Barbecue oder in der Bar ansprechen. In der Regel sind sie aber auch nicht zu aufdringlich und durchaus auszuhalten.

Zahlreiche Ladyboys sind also der offensichtliche Unterschied in der Gesellschaft verglichen zu Deutschland. Was mir mit der Zeit aber immer bewusster wurde: Tatsächlich sind auch viele Männer schwul, denen man das auf den ersten Blick überhaupt nicht ansieht. Dass zum Beispiel zwei Freunde von mir - eigentlich die beiden einzigen männlichen Bekanntschaften aus meinem Freundeskreis, mit denen ich häufiger Kontakt habe- dass eben diese beiden Männer nicht nur schwul sind, sondern selber auch noch ein Pärchen bilden, das wusste ich mit letzter Gewissheit erst nach über einem Monat.

In Prozent ist es schwierig auszudrücken, ich würde aber tatsächlich vermuten, dass in meinem Umkreis fast jeder fünfte Mann schwul ist. Zu manchen Anlässen ist der Anteil sogar deutlich höher. Denn Homosexuelle und besonders Ladyboys sind sozusagen in einer eigenen, sehr angesehenen "Kaste". Sie gelten als besonders einfühlsam und emotional sowie sozial intelligent. Und so kommt es dann, dass auf der "LeadCon" gefühlte 90% der männlichen Teilnehmer schwul waren.
(LeadCon: "Leders' Conferenz"; das war ein mehrtägiges Meeting für junge engagierte Menschen, auf dem einige Vertreter aus Politik und Wirtschaft (z.B. von Coca Cola) Vorträge gehalten haben.)

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Oh Mann, darüber wollte ich mich auch schon auslassen^^. Aber gut zu hören, dass das Phänomen auch anderswo so extrem ist. Übrigens: Nächste Woche schon werdet ihr das Vergnügen haben ein oder zwei Nächte auf meiner Residenz zu nächtigen, wenn ihr in San Carlos seid.

Anonym hat gesagt…

Mist, Namen vergessen...bis dann
Stephan