Es ist 4:48 (morgens) auf den Philippinen. Draußen ist es noch dunkel. Soeben wurde das erste Bier geöffnet. Erfrischend perliger Geschmack. Schließlich sind es selbst jetzt schon über 20 Grad. Für genaue Temperaturen habe ich hier kein Gespür.
Keine Sorge, das ist weder krank noch immer so, sondern heute ist nun einmal der große Champions-League-Tag, Finalspiele für die Bayern und Wolfsburg ums Weiterkommen. Deswegen sind der Lukas und ich um kurz nach drei aufgestanden, ins Büro gegangen und eben dort dank W-Lan und deutscher Radio-Live-Streams voll dabei und gebannt. Die zweite Halbzeit hat soeben angefangen und Stand jetzt wären beide deutsche Mannschaften ausgeschieden. Es kann also nur besser werden. Und das ist ja schon einmal eine gute Ausgangsposition.
Und im Moment des letzten Satzes fällt das 2:1 für die Bayern. Die sind also schon einmal weiter. Und die Italiener draußen. Das ist gut so. Da soll mir keiner sagen, ich würde die Dinge nur eindimensional sehen, nein, ich freue mich über beide Seiten: Bayern weiter, Italiener raus. Das Trauma 2006 sitzt einfach noch zu tief. Ich wollte damals italienisch lernen, mochte das Land. Das ist seit dem Halbfinale Geschichte. Immerhin gehe ich mittlerweile auch wieder zum Italiener essen. Dann reicht es aber auch mit interkulturellem Austausch.
Fußball bleibt spannend, weshalb ich jetzt einmal mit dem schreiben aufhören werde. Nur eins: Ich freue mich. Nicht mehr so sehr wegen der momentanen Ergebnisse (Wolfsburg ist schließlich noch draußen), sondern wegen der beruhigenden Aussichten. Die WM 2010 kann kommen. Radio ist zwar nicht mehr das gleiche wie zu Zeiten eines Herbert Zimmermann, aber bei kühlem Bier lässt sich das zumindest dieses eine Mal, diese eine WM ganz gut ertragen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen