"Was für ein scheiß Tag!", brummele ich, als ich mich von Motte Richtung Supermarkt verabschiede. Er lacht lediglich blöd. Da ich seine Freude nur sehr begrenzt teilen kann wahrscheinlich weniger mit als vielmehr über mich. Und dabei fühlte ich mich wenige Stunden zuvor doch noch so erfüllt wie der Schinken im Cordon Bleu.
Gegen Mittag wurde mein neues Bett geliefert - in Stücken. Aufgeregt wie ein kleiner Schuljunge konnte ich die Information nicht lange für mich behalten und kurze Zeit später standen Motte und Penny vor meiner Tür. Rückwirkend betrachtet konnte es sich gefühlt nur um Minuten, tatsächlich jedoch um Stunden gehandelt haben bis wir uns aus der Zeitung vorgelesen, uns die neuesten witzigsten Internetvideos angesehen und - ach ja - nebenbei noch das Bett aufgebaut hatten.
Nicht wirklich erschöpft, aber dafür umso glücklicher durften sich meine beiden Süßen nun auf das Bett werfen und sich, nicht völlig unbegleitet von wohligem Schmatzen, zufrieden entspannen. Irgendwann kam dann auch mein gelber Igel-Massageball ins Spiel und nachdem ich Penny ein zugegeben etwas unglücklich formuliertes Kompliment gemacht hatte ("Deine Cellulite hatte auch schon mal mehr Mond."), flog mir der farbige Igel mitten auf die Nase. Vor Schmerz krümmte ich mich einige Sekunden im Bett um mich dann daran zu erinnern, dass es, zumindest sofern man kein Vampir ist, erotischeres gibt als Blut auf seiner Matratze zu verteilen.
Mit Blut an den Händen bekam ich Appetit. Motte und Penny machten sich auf den Heimweg und ich mich an gefüllte Paprika. Alles soweit fertig vorbereitet, brauchte nur noch meine passierten Tomaten. Wofür hab ich meinen Vorrat an Dosen! Und wofür habe ich mir, weil der alte kaputt war, gestern extra einen neuen Hebeldosenöffner gekauft! Hatte so einen zwar noch nie vorher gesehen, aber "irgendwie werde ich das schon hinkommen", dachte ich. Bekam ich aber nicht.
Nach Hauen und Stechen und nettem Zureden wand ich mich irgendwann verzweifelt- Instant Messenger sei Dank- an zahlreiche Freunde, entfernte Bekannte und ehemalig Verwandte. Ich bekam Fragezeichen und lachende Smileys zurück, Aufforderungen zum Kauf eines "vernünftigen" Dosenöffners, Berichte über Festival-Abenteuer mit Ravioli. Sicherlich nett gemeint, aber nichts, was meinem grummelnden Magen und mir in diesem Moment weitergeholfen hätte.
Als ich die Schnauze voll hatte, rief ich Motte an. "Tach. Lang nichts mehr von dir gehört. Hast du's schon mal mit ner Nasenspülung von Ratiopharm versucht? Soll effektiver sein als Blut." Sehr witzig. Nachdem ich ihn von der Ernsthaftigkeit meiner Lage überzeugt und ich seine Instruktionen am Telefon nicht verstand, fuhr ich zu ihm. Dort fand mein harter Kampf endlich sein wohlverdientes Ende. Motte sprach jedoch von einer "offensichtlich kriegsverstümmelten" Dose und nachdem ich mir auch noch den halben Büchseninhalt über die Jacke geschüttet hatte, hatte ich ein Einsehen und die Tomaten landeten im Müll."Was für ein scheiß Tag!", brummele ich, als ich mich von Motte Richtung Supermarkt verabschiede.
Ich muss einen merkwürdigen Eindruck auf die Menschheit machen. Verstört starren mir die Leute auf die blutverkrusteten Hände und die triefenden Soßen-Schmierereien auf meiner Bauchhöhe. Wen kümmert schon die Meinung der anderen, solange sich kein ALDI-Markt dieser Welt Sicherheitsleute vor die Tür stellt. Ihr könnt mich alle mal. Ich hole mir nur meine redlich verdienten passierten Tomaten, im Tetra-Pack, ganz ohne Dose.
Gegen Mittag wurde mein neues Bett geliefert - in Stücken. Aufgeregt wie ein kleiner Schuljunge konnte ich die Information nicht lange für mich behalten und kurze Zeit später standen Motte und Penny vor meiner Tür. Rückwirkend betrachtet konnte es sich gefühlt nur um Minuten, tatsächlich jedoch um Stunden gehandelt haben bis wir uns aus der Zeitung vorgelesen, uns die neuesten witzigsten Internetvideos angesehen und - ach ja - nebenbei noch das Bett aufgebaut hatten.
Nicht wirklich erschöpft, aber dafür umso glücklicher durften sich meine beiden Süßen nun auf das Bett werfen und sich, nicht völlig unbegleitet von wohligem Schmatzen, zufrieden entspannen. Irgendwann kam dann auch mein gelber Igel-Massageball ins Spiel und nachdem ich Penny ein zugegeben etwas unglücklich formuliertes Kompliment gemacht hatte ("Deine Cellulite hatte auch schon mal mehr Mond."), flog mir der farbige Igel mitten auf die Nase. Vor Schmerz krümmte ich mich einige Sekunden im Bett um mich dann daran zu erinnern, dass es, zumindest sofern man kein Vampir ist, erotischeres gibt als Blut auf seiner Matratze zu verteilen.
Mit Blut an den Händen bekam ich Appetit. Motte und Penny machten sich auf den Heimweg und ich mich an gefüllte Paprika. Alles soweit fertig vorbereitet, brauchte nur noch meine passierten Tomaten. Wofür hab ich meinen Vorrat an Dosen! Und wofür habe ich mir, weil der alte kaputt war, gestern extra einen neuen Hebeldosenöffner gekauft! Hatte so einen zwar noch nie vorher gesehen, aber "irgendwie werde ich das schon hinkommen", dachte ich. Bekam ich aber nicht.
Nach Hauen und Stechen und nettem Zureden wand ich mich irgendwann verzweifelt- Instant Messenger sei Dank- an zahlreiche Freunde, entfernte Bekannte und ehemalig Verwandte. Ich bekam Fragezeichen und lachende Smileys zurück, Aufforderungen zum Kauf eines "vernünftigen" Dosenöffners, Berichte über Festival-Abenteuer mit Ravioli. Sicherlich nett gemeint, aber nichts, was meinem grummelnden Magen und mir in diesem Moment weitergeholfen hätte.
Als ich die Schnauze voll hatte, rief ich Motte an. "Tach. Lang nichts mehr von dir gehört. Hast du's schon mal mit ner Nasenspülung von Ratiopharm versucht? Soll effektiver sein als Blut." Sehr witzig. Nachdem ich ihn von der Ernsthaftigkeit meiner Lage überzeugt und ich seine Instruktionen am Telefon nicht verstand, fuhr ich zu ihm. Dort fand mein harter Kampf endlich sein wohlverdientes Ende. Motte sprach jedoch von einer "offensichtlich kriegsverstümmelten" Dose und nachdem ich mir auch noch den halben Büchseninhalt über die Jacke geschüttet hatte, hatte ich ein Einsehen und die Tomaten landeten im Müll."Was für ein scheiß Tag!", brummele ich, als ich mich von Motte Richtung Supermarkt verabschiede.
Ich muss einen merkwürdigen Eindruck auf die Menschheit machen. Verstört starren mir die Leute auf die blutverkrusteten Hände und die triefenden Soßen-Schmierereien auf meiner Bauchhöhe. Wen kümmert schon die Meinung der anderen, solange sich kein ALDI-Markt dieser Welt Sicherheitsleute vor die Tür stellt. Ihr könnt mich alle mal. Ich hole mir nur meine redlich verdienten passierten Tomaten, im Tetra-Pack, ganz ohne Dose.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen