Samstag, 8. November 2008

Australien hat seinen Knut

Nicht ganz so weiß, nicht ganz so knuffig und kuschelig, und Pelze werden sich von ihm später auch nicht herstellen lassen. Dennoch ist man in Sydney begeistert über den ersten Zwergflusspferd-Nachwuchs seit 23 Jahren. Der Name soll Programm sein. Das rundlich-klopsige Tier wurde Monifa gennant, nigerianisch für "Ich bin glücklich".



Knut und Flocke haben schon den unheilvollen Verdacht genährt, der spätestens jetzt der Gewissheit gewichen ist: Die Menschen können sich nicht mehr in Gleichgesinnte verlieben. Zu oft wurden sie enttäuscht. Finanzkrise, hessische Abweichler in der sonst so einigen SPD und Messias Obama entspringt doch nicht dem Himmel, sondern dem irdischen Hawaii. Vertrauensvolle Alternativen bilden wenige Wochen und Monate alte Tiere.

Sie können nicht sprechen, sich nicht wehren und auch sonst relativ wenig. Klein, dick, ständig futternd. Während die Generation vor uns noch mit Lassie aufwuchs, die Kinder aus brennenden Häusern rettete, entsprechen die neuen Helden eher der Generation Couchpotato. Viele hatten daraufhin schon auf eine Lösung für alle Popularitätsschwierigkeiten gehofft. Doch das Experiment "Kurt Beck" hat verdeutlicht, dass dieses Prinzip nicht auf die Politik zu übertragen ist. Es scheint sich nur noch um eine Frage der Zeit zu handeln bis nach W. Bush auch physisch das erste Tier Präsident wird.

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