Mittwoch, 28. Oktober 2009

Aus dem Reich der Schuppenkriechtiere

Es ist zwar ein paar Wochen her, aber aus gegebenem Anlass nun der Nachtrag:

Das war schon ein ganz schöner Schreck, als sich da plötzlich diese Schlangen vor mir windeten und wanden. Auf dem Internationalen Schulfest, auf dem sich viele Kinder herumtollten, hatte ich so etwas nicht erwartet. Es war ein abgesperrter Bereich, für den man sogar 50 Cent Eintritt bezahlen musste. Ich handelte auf 80 Cent für zwei Personen herunter und erwartete Papp- und Plastiktiere. Wenige Sekunden später stieg der Adrenalinspiegel in gänzlich unerwartete Höhen.

Da war ich zunächst der, der sich windete und wand. Aber mit der Zeit verliert selbst das größte Huhn mal seine Berührungsängste. Im Nachhinein würde ich sagen, dass es eine Erfahrung war. Und um den Nachfragen vorzubeugen: Ja, es war gefährlich. Ja, die Schlangen waren giftig. Ja, ich wurde gebissen. Ja, es wirkt - wenn auch langsam. Aber Nein, nette Kommentare steigern nicht die Wahrscheinlichkeit auf ein sattes Erbe.
(Im Bild rechts: Julie und ein anderer Mensch)

So ein Tier ist im Übrigen gar nicht so leicht, alleine würde ich es nicht tragen wollen. Muss man ja zum Glück im Alltag auch nicht so oft. Stattdessen bekomme ich es demnächst vielleicht in kleineren Portionen. Wir haben von einem vier Stunden entfernten Restaurant gehört, das Schlangen serviert. Vielleicht gibt es da ja auch ein Gegengift.

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