Sonntag, 4. Oktober 2009

Veränderung Nummer Eins

Natürlich hat man mir gesagt, dass die Philippinen mich verändern werden. Ich habe sogar hin und wieder versucht, dem ganzen Glauben zu schenken. Dass das aber so schnell gehen kann, hat mich dann am Samstag schon überrascht. Ich war in heiterer Gesellschaft auf einem Schulfest von Filipinas umgeben, besonders eng von der allerherzlieblichsten Julie (gesprochen: Dschüljenn), meiner Arbeitskollegen, 21 Jahre alt und ebenfalls Volontärin.

Es begann alles ganz harmlos. Wir schlenderten über die kirmesartige Anlage, ich faszinierte mich voll und ganz von dem vorhandenen Fußballplatz - eine Rarität in dem absolut Basketball-fanatischen Land, in dem sonst eigentlich nur noch Volleyball eine größere Rolle spielt- und Julie fand den Mut, sich das erste Mal auf ein Pferd zu setzen.

Doch schließlich landeten wir bei einem Mann an einem Ort, den ich in Deutschland immer gemieden hätte. Aber auf den Philippinen ist alles anders, dachte ich mir und es kam mir so unwirklich vor, schon allein, weil ich bei der Hitze niemals voll bei Sinnen sein konnte und Julie mich auf Englisch einschwor. Ich lehnte zunächst ab, aber der Gecko reizte mich letztlich doch irgendwie. Schließlich ist der doch typisch filipinisch, an jeder Hausdecke in jedem Haus an jeder Ecke schwirren sie herum. Und nun auch noch für den Rest meines Lebens an meinem linken Oberarm.


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