Montag, 26. Oktober 2009

Irgendwo muss das Wasser ja herunterkommen

Wer oder was ist schon Theo (1, 2)... ? Die wahren Wasserfälle der Philippinen haben wir am Sonntag aufgesucht! Wir (sieben Leute) ließen uns eineinhalb Stunden im Van fahren, suchten uns einen Guide und wanderten dann durch den feuchtwarmen Dschungel. Ist alles ganz schön ätzend.

Es ist heiß, man trieft wie nie zuvor in seinem Leben, dazu ist nahezu jeder Schritt eine neue Herausforderung. Steile Auf-und Abstiege, rutschig, modrig, Baumstämme im Weg, überall dicke fiese Waldameisen, giftige Tausendfüßler, die Bananen noch nicht richtig reif, Kokosnüsse zu hoch gewachsen. Nach einer Ewigkeit (gefühlte halbe Stunde) kam dann zumindest der erste Wasserfall.

Der wirkt auf den Bildern richtig niedlich, war er auch, aber doch mindestens seine 30 Meter hoch. Um die Stimmung wenigstens ein bisschen zu retten, bot uns der Wasserfall seine große Lagune voll von erfrischend kühlem Nass an- auf genau der richtigen Temperatur nach all den Anstrengungen. Nur die nicht vorhandene Cocktail-Bar war uns ein Dorn im Auge. Dafür war die Wasserfall-Nackenmassage ganz in Ordnung.


So schrecklich es auch war, irgendwann mussten wir selbst aus der Hölle wieder heraus und weiter ziehen. Der Weg wurde deutlich unwegsamer, erste Schrammen zierten die Körper, Außenstehende hätten es Dschungel genannt. Für uns war es nur ein Pfad um endlich die berühmt-berüchtigte "Schmach von Theo" wett zu machen. Und der Sieg sollte unserer werden.

Auf den Bildern kann man die Dimensionen leider nicht darstellen, aber uns wurde vorher bereits ein 100 bis 120 Meter- Wasserfall angekündigt. Und das musste er dann wohl sein.

Spaß machte nach dem Starren und Staunen auch das Klettern auf den kleinen Steinchen vor dem Wasserfall. Aufgrund der Glitschigkeit gab es am Ende jedoch dann doch noch ein paar Verletzte. Und so neigte sich ein langer anstrengender sinnloser Tag dem Ende - zumindest prahlen können wir jetzt. Der Rest ist Geschichte.


Anekdote am Rande: Da der liebe Alex vergessen hat, meinen Rucksack mitzubringen, mussten Patrick und ich unser Hab und Gut in Plastiktüten transportieren. Dafür haben wir uns aber ganz sicher heftige Styleness-Punkte verdient.
Besonders elegant abgerundet habe ich das ganze mit einem Fächer in der anderen Hand (der eigentlich ein Frauenhut ist) und zumindest bis zu meiner ersten Fußverletzung mit Flip-Flops. Danach habe ich dann festgestellt, wie viel einfacher so ein Trip doch mit festen Schuhen ist.

So wandert man(n) durch den Dschungel

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Was ist schon Theo???
Meine Schmach???

Also eines muss ich dir eingestehen, bei der Größe hast du mich diesmal geschlagen. Vorerst.

Dennoch hatten wir auf unserer Tour wenigstens unsere Freude, wahrscheinlich müssen wir mal zusammenlos um den perfekten Dschungeltrip zu kreieren!

Theo.